Aura-Soma Seelenspiegel: Farben der Vergebung und Selbstvergebung
Vergebung & Selbstvergebung
Ein Gastbeitrag von Barbara Heider-Rauter
Wenn wir ganz in unsere Harmonie und Gesundheit kommen oder diese erhalten möchten, sind die Kraft der Vergebung sowie die Macht der Selbstvergebung unerlässlich. Durch Wut, Groll, Ärger, Frustration und viele weitere negative Gefühle, die wir in uns sammeln, wenn wir unseren Mitmenschen Fehlverhalten und Ungerechtigkeiten nachtragen, schaden wir nicht nur unseren Nächsten, sondern vor allen Dingen uns selbst.
Vergebung ist ein Geschenk an uns selbst
Worte, die bereits ausgesprochen wurden, Taten, die in der Vergangenheit begangen wurden, sowie Fehlverhalten, welches uns gekränkt hat, sind nicht mehr rückgängig zu machen. Es liegt aber an uns, wie wir damit umgehen: Ob wir es aus unserem System entlassen können – also vergeben – oder ob wir viele Jahrzehnte später immer noch die gleichen alten Geschichten auspacken und uns darüber echauffieren.
So, wie wir die Menschen, die in unseren Augen Fehler gemacht haben, beurteilen und sie mit Härte und Unversöhnlichkeit strafen, so beurteilen und verurteilen wir auch uns selbst, wenn wir Fehler machen. Bei dem Prozess der Vergebung geht es nicht darum, die Tat, die Worte oder den Täter gutzuheißen, sondern darum, uns von den belastenden Gefühlen der Rache zu befreien. Deshalb machen wir beim Akt der Vergebung nicht dem Gegenüber ein Geschenk, sondern in erster Linie uns selbst.
Vergebung bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass man sich mit der Person versöhnen und wieder auf „gute Freunde“ machen muss. Es geht vielmehr darum, dass wir die belastenden Gedanken und Gefühle loslassen, um in eine neue Freiheit zu finden. So können wir unser Leben wieder in Leichtigkeit und Freude fortsetzen.
Die Herausforderung der Selbstvergebung
Die Selbstvergebung fällt uns meistens noch viel schwerer als die Vergebung anderer, denn oft haben wir unseren eigenen hohen Ansprüchen nicht genügt. Um uns selbst vergeben zu können, müssen wir zuerst einmal anfangen, uns in unserer Menschlichkeit voll und ganz zu akzeptieren. Als Mensch sind wir nicht vollkommen; wir haben Stärken, aber auch Schwächen.
Verletzt ein Mitmensch unsere Werte, fällt es uns manchmal leicht, diesen Fehltritt zu verzeihen. Machen wir jedoch selbst Fehler und verstoßen gegen unsere eigenen Überzeugungen, sind wir häufig gnadenlos und sehr streng mit uns. Wir beschimpfen uns innerlich und lassen das Geschehen immer wieder durch unseren Kopf und unser energetisches System kreisen. Wenn wir uns nicht vergeben können und ständig neue „Vergehen“ dazukommen, werden die inneren Dialoge gegen uns selbst immer dichter. Das Resultat daraus ist permanenter Stress und im schlimmsten Fall eine körperliche Reaktion.
Schritte in die Ganzwerdung
Um uns vergeben zu können, müssen wir in die Verantwortung für unsere Worte und Taten gehen. Wir dürfen lernen, Selbstmitgefühl anstelle von Selbstbeurteilung und Selbstabwertung zu praktizieren. Auch Wiedergutmachung spielt eine Rolle – wenn diese persönlich nicht möglich ist, dann wenigstens energetisch in Form von Ritualen.
Hier sind die wesentlichen Schritte zur Selbstvergebung zusammengefasst:
- Verantwortung übernehmen: Sich die begangenen Fehler ehrlich eingestehen, ohne Ausflüchte und Ausreden.
- Gefühle zulassen: Schuld, Scham, Ärger, Wut oder Selbsthass annehmen und nicht verdrängen.
- Selbstmitgefühl entwickeln: Sich selbst als Mensch mit allen Stärken und Schwächen annehmen und lieben lernen.
- Lernen und Loslassen: Aus den Fehlern lernen und sie nicht wiederholen. Die Last der Schuld ablegen, da Vergangenes nicht geändert werden kann – aber wie wir heute damit umgehen, bringt die Vergangenheit in die Heilung.
Ein Prozess der Neuausrichtung
Weder Vergebung noch Selbstvergebung funktionieren als Einmalaktion. Beides erfordert Zeit, Geduld und den Willen, das Leben zu verändern und sich auf eine Neuausrichtung einzulassen. Wenn wir bereit sind, diesen Themen Raum in unserem Alltag zu geben, setzen wir enorme Energien frei, die wir für eine positive Lebensgestaltung nutzen können. Zudem fördern wir so unsere psychische, emotionale und körperliche Harmonie.
Dein persönlicher Seelenspiegel
Wir wissen oft nicht bewusst, wann wir begonnen haben, uns selbst oder andere zu verurteilen – aber unsere innerste Weisheit weiß es. Dies ist der Ansatz von Aura-Soma: Wir wählen intuitiv.
Welche Farbe spricht dich jetzt am stärksten an?
Lass deinen Blick über die Flaschen gleiten. Die Kombination, die dich "ruft", spiegelt dein Thema und unterstützt dich dabei, milder mit dir selbst zu werden.


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