Zum Hauptinhalt springen
Spare bis zu 5 € Versandkosten nach AT & DE ab 25 € Warenwert | Code: FARBREISE-ROT | Nur für Endkunden | Gültig bis 31.10.2026
Kann man Farben hören und Klänge sehen?

Kann man Farben hören und Klänge sehen?

Geschätze Lesezeit: 12 Minuten
10.10.2026
Aura-Soma Equilibrium Flaschen und das Cover von Essential Colours of Aura-Soma in einer hellen blau weißen Bildkomposition

Aura-Soma Wissen

Kann man Farben hören und Klänge sehen?

Ein fundierter Blick auf Synästhesie, Farbklänge und die Verbindung unserer Sinne

Wenn ein Ton plötzlich blau wird

Kann eine Melodie golden leuchten? Kann eine Stimme türkis wirken oder ein tiefer Ton so dunkel erscheinen, dass man ihn beinahe sehen kann? Für manche Menschen sind solche Beschreibungen keine poetischen Bilder. Sie erleben Klänge tatsächlich gemeinsam mit Farben, Formen oder räumlichen Eindrücken.

Dieses Phänomen heißt Synästhesie. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß Mit Empfinden. Ein Reiz in einem Sinnesbereich löst dabei automatisch eine zusätzliche Wahrnehmung in einem anderen Bereich aus. Ein Ton wird gehört und zugleich als Farbe erlebt. Ein Buchstabe besitzt eine feste Farbe. Ein Wochentag kann an einer bestimmten Stelle im Raum liegen.

Synästhesie zeigt, dass unsere Sinne keine vollständig voneinander getrennten Kanäle sind. Das Gehirn verbindet ständig Informationen. Es ordnet, vergleicht und ergänzt. Bei synästhetischen Menschen treten einige dieser Verbindungen besonders deutlich und stabil ins Erleben.

Was Synästhesie von einer Metapher unterscheidet

Wir sprechen im Alltag selbstverständlich von einer hellen Stimme, einem warmen Klang oder einer scharfen Farbe. Solche Formulierungen übertragen Eigenschaften von einem Sinn auf einen anderen. Sie helfen uns, schwer beschreibbare Eindrücke verständlich zu machen. Das allein ist noch keine Synästhesie.

Bei einer echten Synästhesie wird die zusätzliche Wahrnehmung nicht bewusst erfunden. Sie stellt sich von selbst ein. Für eine Person kann der Ton C beispielsweise immer in demselben Rot erscheinen. Bei einer anderen ist derselbe Ton vielleicht blau oder silbrig. Es gibt keinen allgemeingültigen Farbschlüssel, der für alle Menschen mit Synästhesie gilt.

Typisch ist eine hohe persönliche Beständigkeit. Forschende prüfen deshalb häufig, ob dieselben Auslöser auch nach längerer Zeit wieder sehr ähnliche Farben hervorrufen. Diese Konsistenz ist ein wichtiges Merkmal, aber nicht das einzige. Auch die Stärke und die automatische Entstehung der Verbindung spielen eine Rolle.

Wie häufig ist Synästhesie?

Eine häufig zitierte Bevölkerungsstudie aus dem Jahr 2006 kam zu dem Ergebnis, dass verschiedene Formen von Synästhesie zusammen bei ungefähr vier Prozent der Menschen vorkommen könnten. Die gut untersuchte Buchstaben Farb Synästhesie wurde in dieser Untersuchung bei etwa einem Prozent gefunden. Klang Farb Synästhesie ist nur eine von vielen möglichen Ausprägungen und deutlich seltener als das gelegentliche innere Auftauchen einer Farbe beim Musikhören.

Synästhesie gilt nicht automatisch als Krankheit. Viele Menschen empfinden sie als selbstverständlichen Teil ihrer Wahrnehmung und entdecken erst spät, dass andere ihre Eindrücke nicht teilen. Sie kann bereichernd sein, gelegentlich aber auch anstrengend, etwa wenn intensive Geräusche gleichzeitig starke visuelle Eindrücke auslösen.

Farbklänge und Chromästhesie

Wenn Töne, Stimmen, Akkorde oder Musik Farben hervorrufen, wird häufig von Chromästhesie oder Klang Farb Synästhesie gesprochen. Das Erleben kann sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen sehen Farben wie eine zusätzliche Erscheinung im äußeren Raum. Andere wissen oder fühlen innerlich sehr klar, welche Farbe zu einem Klang gehört, ohne sie wie ein wirklich vorhandenes Licht vor sich zu sehen.

Nicht nur die Tonhöhe kann eine Rolle spielen. Auch Klangfarbe, Lautstärke, Rhythmus, Instrument, Stimme oder musikalische Stimmung können das Farberleben beeinflussen. Ein einzelner heller Klavierton kann anders wirken als derselbe Ton auf einem Cello. Ein Akkord kann eine Fläche, Bewegung oder Textur auslösen, nicht nur einen einzelnen Farbton.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem, dass musikalische Begriffe, erlernte Notennamen und sprachliche Kategorien an bestimmten Zuordnungen beteiligt sein können. In einer Studie zu Tonklassen und Farben folgten manche Farbempfindungen stärker dem Namen der Note als dem physikalisch identischen Klang. Das macht deutlich, wie eng Wahrnehmung, Erinnerung und Sprache miteinander verflochten sind.

Das Gehirn arbeitet ohnehin multisensorisch

Auch ohne Synästhesie verarbeitet unser Gehirn Sinneseindrücke nicht isoliert. Was wir hören, beeinflusst, was wir sehen. Was wir sehen, verändert, wie wir Geschmack oder Berührung einschätzen. Diese Zusammenarbeit hilft uns, eine zusammenhängende Welt zu erleben.

Besonders gut untersucht ist die Verbindung von Tonhöhe und Helligkeit. Hohe Töne werden von vielen Menschen eher mit hellen Farben, kleinen Formen oder einer höheren Position im Raum verbunden. Tiefe Töne passen für viele eher zu dunkleren Farben, größeren Formen und einer tieferen räumlichen Lage. Solche verbreiteten Tendenzen heißen kreuzmodale Korrespondenzen.

Sie unterscheiden sich von Synästhesie. Die Zuordnungen sind weniger individuell festgelegt, eher relativ und nicht zwingend mit einer zusätzlichen, deutlich erlebten Farbe verbunden. Trotzdem können sie messbar beeinflussen, wie schnell oder sicher wir visuelle und akustische Reize unterscheiden.

Wichtige Unterscheidung

SynästhesieAutomatisch, persönlich, meist über lange Zeit stabil und als zusätzliche Wahrnehmung erlebt.
Kreuzmodale VerbindungEine häufig geteilte Tendenz, etwa hoch mit hell oder tief mit dunkel zu verbinden.
Metapher und FantasieEine bewusste sprachliche oder kreative Übertragung. Sie kann wertvoll sein, ist aber nicht mit Synästhesie gleichzusetzen.

Warum Musik überhaupt Farben anregen kann

Musik besitzt keine sichtbare Farbe. Trotzdem teilt sie mit Farbe mehrere Eigenschaften, die unser Gehirn miteinander vergleichen kann. Töne können hell oder dunkel, weich oder hart, ruhig oder lebendig, leicht oder schwer wirken. Farben können ähnliche emotionale und sprachliche Qualitäten tragen.

Ein Teil dieser Beziehungen kann auf grundlegenden Wahrnehmungsmechanismen beruhen. Ein anderer Teil entsteht vermutlich durch Sprache, kulturelle Gewohnheiten, wiederholte Erfahrungen und Gefühle. Ein zarter Klang und ein helles Rosa können beispielsweise deshalb zusammenpassen, weil beide als sanft erlebt werden. Ein kräftiger Rhythmus und leuchtendes Rot können über ihre gemeinsame Intensität verbunden sein.

Neue Forschungen zu Klangfarbe und Farbe zeigen, dass nicht nur die Tonhöhe wichtig ist. Auch die wahrgenommene klangliche Helligkeit und Sättigung beeinflussen, welche Farben Menschen auswählen. Solche Ergebnisse sprechen nicht für eine universelle Ton Farb Tabelle. Sie zeigen vielmehr, dass unser Gehirn Ähnlichkeiten zwischen unterschiedlichen Sinneseindrücken bildet.

Kann man Synästhesie erlernen?

Menschen können bewusst lernen, Töne und Farben miteinander zu verbinden. Musikerinnen und Musiker verwenden Farbcodes, Kinder lernen Noten über farbige Markierungen und digitale Systeme übersetzen Klang in Licht. Solche geübten Zuordnungen können sehr schnell und vertraut werden.

Das ist jedoch nicht automatisch dasselbe wie angeborene oder früh entstandene Synästhesie. Eine trainierte Verbindung wird meist bewusst aufgebaut. Synästhetische Eindrücke werden dagegen als unwillkürlich erlebt und bestehen häufig schon seit der Kindheit. Die Forschung diskutiert weiterhin, wie Veranlagung, Entwicklung, Lernen und Aufmerksamkeit zusammenwirken.

Ein kleines Farbklang Experiment

Nimm dir drei Minuten

Wähle ein kurzes Musikstück ohne Gesang. Schließe für einen Moment die Augen und höre, ohne nach einer bestimmten Bedeutung zu suchen.

  1. Taucht spontan eine Farbe auf?
  2. Ist sie hell oder dunkel, klar oder gedämpft?
  3. Bleibt sie gleich oder verändert sie sich mit der Musik?
  4. Erscheint sie als Fläche, Bewegung, Form oder nur als inneres Wissen?
  5. Würdest du morgen beim selben Stück wieder ähnlich wählen?

Das ist kein Synästhesie Test und keine Diagnose. Es ist eine Einladung, die eigene Wahrnehmung genauer kennenzulernen.

Kunst zwischen Farbe und Klang

Künstlerinnen, Künstler und Komponierende haben seit Langem versucht, Farbe und Musik miteinander zu verbinden. Wassily Kandinsky schrieb über den inneren Klang von Farben. Alexander Skrjabin entwickelte für sein Orchesterwerk Prométhée eine Lichtstimme. Solche Werke sind kulturgeschichtlich faszinierend, beweisen aber für sich allein keine Synästhesie.

Entscheidend ist etwas anderes. Musik und Farbe besitzen beide die Fähigkeit, uns unmittelbar zu berühren, noch bevor wir eine Erklärung formulieren. Künstlerische Zuordnungen müssen deshalb nicht naturwissenschaftlich allgemeingültig sein, um eine echte persönliche Erfahrung zu ermöglichen.

Und wo begegnet uns Aura-Soma in diesem Thema?

Aura-Soma beginnt mit der persönlichen Wahl von Farben. Wir stehen vor einer Reihe von Equilibrium Flaschen und bemerken, dass manche Farbkombinationen unsere Aufmerksamkeit unmittelbar anziehen. Diese Wahl wird im Aura-Soma Verständnis als persönliche Begegnung mit Farbe betrachtet.

Eine solche Farberfahrung ist nicht automatisch Synästhesie. Auch lässt sich aus der wissenschaftlichen Forschung zu Synästhesie keine besondere Wirkung von Aura-Soma ableiten. Diese Grenze ist wichtig, damit zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen nicht miteinander verwechselt werden.

Trotzdem kann das Wissen über multisensorische Wahrnehmung unseren Blick erweitern. Eine Farbe wird nie nur als messbare Wellenlänge erlebt. Licht, Umgebung, Erinnerung, Sprache, Stimmung und persönliche Erfahrung wirken mit. Wenn wir eine Equilibrium Flasche betrachten, kann ihre Farbkombination Gedanken, innere Bilder, körperliche Empfindungen oder sogar eine musikalische Assoziation anregen. Diese Reaktion muss nicht gedeutet oder bewertet werden. Sie darf zunächst einfach wahrgenommen werden.

Historisches Cover der Doppel CD Essential Colours of Aura-Soma von David Bailey
Historisches Cover der Doppel CD Essential Colours of Aura-Soma von David Bailey.

Essential Colours of Aura-Soma

Eine musikalische Farbreise

Die Verbindung von Farbe und Musik wurde auch innerhalb der Aura-Soma Welt aufgegriffen. Ein besonderes Beispiel ist die Doppel CD Essential Colours of Aura-Soma des Musikers David Bailey. Auf dem Cover steht der Untertitel Music for enhanced understanding, auf Deutsch Musik zum tieferen Verständnis.

Wie die Musik zu den Farben entstand

Nach vielen Jahren ohne persönlichen Kontakt begegneten sich David Bailey und Mike Booth während einer Maria Magdalena Reise von Mike in Südfrankreich wieder. Mike bat David bei dieser Begegnung, Musik zu den einzelnen Farben zu komponieren. Aus diesem Impuls entstand Essential Colours of Aura-Soma.

Mike beschrieb David später in der IDG Gruppe als einen hochkarätigen Channel, der das Göttliche in Form von Musik auf die Erde bringe. Diese Aussage gehört zur spirituellen Sichtweise innerhalb der Aura-Soma Gemeinschaft. David kam aus einer familiären Tradition spiritueller Medien, denn bereits seine Eltern hatten als Medien gearbeitet.

Musik zum tieferen Verständnis

Die Kompositionen wurden als musikalische Begleitung zur Beschäftigung mit den wesentlichen Farben von Aura-Soma eingesetzt. Im Essentials Kurs konnte die Musik einen Raum eröffnen, Farben nicht nur anzusehen oder gedanklich zu betrachten, sondern ihnen zugleich über das Hören und gemeinsam mit dem Duft zu begegnen.

Das bedeutet nicht, dass jede Farbe wissenschaftlich eindeutig einem bestimmten Klang zugeordnet wäre. Die Musik ist vielmehr als künstlerische, spirituelle und persönliche Annäherung zu verstehen. Sie lädt dazu ein wahrzunehmen, welche Bilder, Stimmungen oder Farben beim Hören entstehen.

Die ursprüngliche Veröffentlichung erschien als Doppel CD. Sie ist heute nur noch vereinzelt erhältlich. Eine offizielle aktuelle Downloadquelle konnten wir nicht bestätigen. Unabhängig von ihrer heutigen Verfügbarkeit zeigt sie sehr schön, wie selbstverständlich Menschen versuchen, zwischen Farbe und Klang Brücken zu bauen.

Vielleicht liegt genau darin ihr besonderer Wert. Die Musik erklärt eine Farbe nicht. Sie schafft einen Raum, in dem eine Farbe auf eine andere Weise erlebt werden kann.

Eine mögliche Praxis

Lege vier Equilibrium Flaschen vor dich und höre ein Musikstück. Beobachte zunächst nur, zu welcher Flasche dein Blick immer wieder zurückkehrt. Ändert sich die Wahl mit der Musik? Oder bleibt dieselbe Farbkombination präsent? Es geht nicht um eine richtige Zuordnung, sondern um Aufmerksamkeit.

Was wir aus dem Thema mitnehmen können

Wir müssen keine Synästhesie haben, um Verbindungen zwischen unseren Sinnen zu erleben. Eine Melodie kann eine Landschaft wachrufen. Ein Duft kann eine längst vergessene Farbe zurückbringen. Eine Farbkombination kann still, rhythmisch, klar oder beinahe musikalisch wirken.

Die Wissenschaft hilft uns dabei, verschiedene Phänomene sauber auseinanderzuhalten. Synästhesie ist eine besondere, automatische und meist beständige Form der Wahrnehmung. Kreuzmodale Korrespondenzen sind verbreitete Tendenzen, Sinneseindrücke miteinander zu verbinden. Persönliche Assoziationen entstehen aus Erinnerung, Sprache, Kultur und dem gegenwärtigen Moment.

Aura-Soma muss dabei nicht als wissenschaftliche Erklärung dienen. Es kann einen persönlichen Erfahrungsraum eröffnen, in dem Farbe bewusst betrachtet und erlebt wird. Was eine Farbe in dir zum Klingen bringt, bleibt deine Wahrnehmung.

Quellen und weiterführende Forschung

  1. Simner et al. (2006): Synaesthesia: The Prevalence of Atypical Cross Modal Experiences. Perception 35(8), 1024 bis 1033. Zur Studie bei PubMed
  2. Nunn et al. (2002): Functional magnetic resonance imaging of synesthesia: activation of V4/V8 by spoken words. Nature Neuroscience 5, 371 bis 375. Zur Studie bei Nature
  3. Itoh et al. (2019): Musical pitch classes have rainbow hues in pitch class color synesthesia. Scientific Reports 9. Zur Studie bei Nature
  4. Ward et al. (2013): Pathways to Seeing Music: Enhanced Structural Connectivity in Colored Music Synesthesia. NeuroImage. Zum Volltext
  5. Zeljko et al. (2019): Lightness/pitch and elevation/pitch crossmodal correspondences are low level sensory effects. Multisensory Research. Zur Studie bei PubMed
  6. Kawachi et al. (2023): Congruency of color sound crossmodal correspondence interacts with color and sound discrimination depending on color category. i Perception. Zur Studie bei PubMed
  7. Hamilton Fletcher et al. (2019): How the Blind Hear Colour. Perception. Zur Studie bei PubMed
  8. Palmer et al. (2025): Color and tone color: audiovisual crossmodal correspondences with musical instrument timbre. Attention, Perception, & Psychophysics. Zur Studie bei PubMed
  9. Aura-Soma Deutschland, Bestellliste 2016: historischer Nachweis für David Bailey, Essential Colours of Aura-Soma, Doppel CD. Zur historischen Bestellliste

Bildnachweis

Essential Colours of Aura-Soma, Werbemotiv und historisches CD Cover: Bildmaterial aus dem Archiv von aurasomashop.at. In diesem Beitrag wurden keine KI generierten Bilder verwendet.